Sünde
Annäherungen an ein schwieriges Thema
Datum
Freitag, 12. März 2010, 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Veranstaltungsort
Inhalt
In Theologie und Kirche besteht grundsätzlich Einigkeit darin, dass «Sünde» zu einer unbekannten oder zumindest unverständlichen Grösse geworden ist, die heutige Menschen und deren Vorstellungs- und Erfahrungswelt kaum mehr erreicht. Im alltäglichen Sprachgebrauch begegnet «Sünde» fast nur noch in Form von Steuer-, Verkehrs- und Diätsünde. Auf den Bedeutungsschwund und die Trivialisierung des Sündenbegriffs reagieren viele Seelsorger/innen mit Verlegenheit: Sie getrauen sich kaum noch oder sind nicht mehr gewillt, dieses Wort in der Predigt in den Mund zu nehmen. Dies ist nicht zuletzt deshalb bedenklich, weil der Begriff «Sünde» in jedem Gottesdienst an zentraler Stelle, nämlich im Sündenbekenntnis, vorkommt. Problematisch ist die diesbezügliche Sprachlosigkeit der Seelsorger/innen aber auch deshalb, weil sie all die Menschen, die in zunehmendem Mass unter Schuldgefühlen leiden und ihre Schuldverstrickung als ausweglos erfahren, in ihrer Ohnmacht und Hilflosigkeit alleine lässt.
Die Tagung macht es sich zur Aufgabe, eine auch im kirchlichen Alltag anzutreffende Sprachlosigkeit zu überwinden und der Frage nachzugehen, wie in der heutigen Zeit angemessen und theologisch fundiert von Sünde gesprochen werden kann.
Leitung
PD Dr. Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus-Akademie Zürich; Prof. Dr. Franz Annen, Theologische Hochschule Chur; Prof. Dr. Hanspeter Schmitt, Theologische Hochschule Chur
Referierende
PD Dr. Uta Poplutz, Universität Mainz; Prof. Dr. Christoph Gestrich, Humboldt-Universität Berlin; Prof. Dr. Lucia Scherzberg, Universität des Saarlandes, Saarbrücken; Pfr. Dr. Ulrich Knellwolf, Zollikon
Kosten
Fr. 150.– inkl. Mittagessen und Pausenkaffee; Fr. 105.– für IV-Bezüger, Vereinsmitglieder und mit KulturLegi; Fr. 50.– für Studierende und Lernende
Anmeldeschluss
Dienstag, 02.03.2010

Detailprogramm